Was mich aber beim Schreiben ausgebremst hat…

22. Mai 2017

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Hallo Herr von der Wehd,

im Anhang übersende ich Ihnen unser Fazit über die einzelnen Abschnitte unserer Reise. Zunächst möchte ich mich für die lange Wartezeit entschuldigen. Zum einen hat diese Wartezeit damit zu tun, daß ich – um die einzelnen Abschnitte der Reise zu rekapitulieren – sehr viele Fotos angesehen habe, und auch die Aufzeichnungen mit unseren Handy-Navigationsgeräten abgeglichen habe. Außerdem habe ich als Rentner – wie Sie vermutlich wissen – jede Menge anderer Aufgaben zu bewältigen, so daß ich die Arbeit des Fazit-Schreibens etwas hinten angestellt habe.

Was mich aber beim Schreiben ausgebremst hat, ist die Vermutung, daß Sie mit unserer Bewertung nichts anfangen können. Unser Fazit ist eigentlich, eine Australienreise gerade nicht so zu machen, wie Sie das uns angeboten haben. Ihre Reisevorschläge beruhen zum größten Teil darauf, mit dem Auto riesige Strecken zu bewältigen. Leider sind die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke meist nicht typisch australisch, Weinberge und Hügel gibt es auch in Deutschland.

So bietet z.B. die Südwestecke von Australien nur wenig touristisches. Den Schachbrettleuchtturm muß man nicht gesehen haben. Leider muß man diese langen Strecken durchfahren, um wieder zu einer Sehenswürdigkeit zu gelangen. Von den sechseinhalb Wochen unserer Reise haben wir bestimmt 3 Wochen mit reiner Fahrerei verbracht, durch Gegenden in denen es fast nichts Interessantes zu sehen gab. Sie haben sich redlich Mühe gegeben, in Ihren Reisevorschlägen auch die Attraktionen von weniger interessanten Strecken aufzuzählen. Besser wäre es gewesen, diese Strecken ganz wegzulassen.

Sicher werden Sie dieses Fazit nicht den Lesern Ihrer Website bekannt geben. Diese Erkenntnis ermunterte uns nicht zum Schreiben. Besser hätten wir es gefunden, wenn wir nur ein ganz bestimmtes, interessantes oder schönes Gebiet bereist hätten. Wenn man z.B. nur 4 Wochen im Großraum Sydney umherfährt, findet man immer landschaftlich schöne Stellen. Leider liegen viele Sehenswürdigkeiten auch sehr weit auseinander. Dafür können Sie nichts. Das ist eben so.

Alles in allem haben wir aber von dieser Reise einen positiven Eindruck mitgenommen, nicht zuletzt Dank Ihrer perfekten Planung. Wir werden sicherlich noch einmal nach Australien fahren, wissen aber jetzt noch nicht, wie wir das besser machen können. Als nächstes Ziel haben wir uns Madagascar vorgenommen.

Nebenüberlegung: Das genaue Gegenteil von Australien, was die Art des Reisens angeht. Im Jahr 2014 haben wir La Réunion, eine kleine französische Insel im Pazifik bereist. Obwohl diese Insel nur 70 km Durchmesser hat, kann man auf Schritt und Tritt Naturattraktionen bewundern. Einen Mietwagen braucht man da auch, aber nach einer Stunde Fahrzeit ist man am Tagesziel. Wir waren 6 Wochen dort und jeder Tag war spannend.

Beste Grüße aus Berlin wünschen
Petra und Jochen O.

Anmerkung vdW:
Hallo,
danke für das Fazit. Entgegen Ihrer Vermutung, wir würden dieses Fazit nicht auf unseren Blog stellen, werden wir es doch. Warum: Weil es immer eine persönliche Meinung ist und die tolerieren wir. Zu unserer „Rettung” und Info an die Leser werden wir noch ergänzen wie folgt:

08 Tage Südwesten ca. 1800 km, ab Perth, Busselton, Pemberton, Albany, Hopetoun, Coolgardie, Hayden, Perth.
12 Tage Süden, ca. 1700 km, ab ADL bis MEL mit Weingegenden, Murray Bridge, Victor Habour, Robe, Warrnambool, Great Ocean Road, Mornington Peninsula, Ballarat, MEL.
10 Tage SYD-SYD, ca. 1800 km, ab SYD nach Blue Mountains, Parks, Tamworth, Bald Rock, Coffs Harbour, Port Macquarie, SYD.

Wie Sie auch richtig schreiben, sind die Entfernungen sehr groß…

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